21. Dezember 2006

Virale Kampagnen (Beispiele)

Virale Kampagnen sollen einer Marke oder einem Produkt ein modernes Image verpassen und eine junge Zielgruppe erreichen, sind aber schwer zu steuern. Viele Unternehmen entwickeln für ihre Internet-Filmchen spezielle Mircosites.

Beispiele:
ARD-Sportschau: Dribbelmeister
Opel Corsa: Cmons
Sun Microsystems: Systemhelden

Konzept Rossini (Auszüge)

„La mia musica fa furore“

Michael Vogt und Gerald Fricke präsentieren

das Konzept zum Relaunch der Rossini-Website

Hamburg, 23.02.2004

Die Aufgabe

Die Website der Deutschen Rossini Gesellschaft soll Rossini zum Leben erwecken und den Zauber seiner Musik vermitteln! Daneben gilt es, über die Gesellschaft, ihre Mitglieder und Aktivitäten zu informieren, auf kommende Aufführungen, Veröffentlichungen etc. hinzuweisen und eine vertiefende Beschäftigung mit Rossini anzuregen.

Wir möchten allen Rossini-Freunden, Mitgliedern und „Anfängern“ eine ansprechende, gut strukturierte, einfache und schöne Website anbieten, die viele Facetten Rossinis zeigt und einen kleinen Einblick in seine Zeit erlaubt.

Unser Ton soll sympathisch, fröhlich, begeisternd und „liebevoll“ ausfallen, auf keinen Fall pompös oder langweilig klingen. Mit einem Wort: Wir spielen Rossini nicht im Lexikon oder Poesiealbum, sondern auf offener Bühne.

Das bedeutet

Wir wollen auf vier Wegen und in vier Farben zeigen, was Rossini bewirkt: Wir erzählen von „Rossinis“ Leben und Werk, zeigen das Besondere seiner „Musik“, stellen die „Gesellschaft“ vor und laden in das „Feuilleton“ ein. So versuchen wir, den inhaltlichen Erwartungen und Ansprüchen der Besucher und ihren informativen Bedürfnissen gleichermaßen gerecht zu werden.

Dazu überprüfen wir die bisherigen Inhalte, strukturieren sie neu und räumen auf. Wir entwerfen ein neues Navigationskonzept und eine „moderne“, angemessene Optik.

(...)

Die Navigation

Die Website soll auf einen Blick einen prägnanten Überblick aller Inhalte anbieten. Von jeder Unterseite aus lassen sich mit einem Klick alle weiteren Unterseiten des geladenen Bereichs, ein anderer Bereich oder die Homepage direkt anwählen. Der User soll das Gefühl einer transparenten Seite bekommen (ohne „versteckte“ Inhalte), über die er jederzeit die Kontrolle behält.

Die Site ist in vier Ebenen aufgeteilt:

  1. Ebene: Hier finden sich das Logo (mit der Homepage verlinkt) und die Hilfsnavigation mit den „Werkzeugen“
  2. Ebene: Versammelt die vier Hauptbereiche mit unterschiedlichen Farben
  3. Ebene: Bietet die Subnavigation an und eine Bildleiste
  4. Ebene: Alle Inhalte plus weiterführende Links, Downloads etc

(...)

Vorhang auf!

Sehen Sie auf den folgenden Seiten dazu drei beispielhafte Anmutungen, die zeigen, wie wir uns die Gestaltung vorstellen!

- Die Homepage (A)

- Die Bereichsseite „Feuilleton“ (E)

- Die Unterseite „Gesellschaft / Ziele“ (D1)

(...)

Technik

Die Anwendung soll gut und einfach mit Dreamweaver zu pflegen und zu erweitern sein, in einem festen Grund-Layout. Eine weitere Bearbeitung und Einbindung neuer Überschriften, Grafiken, Bilder etc. sollte mit Photoshop erfolgen.

(...)

6. Dezember 2006

Social Commerce

Beim "Social Commerce" wird mit dem Kunden gekuschelt. Märkte werden als Gespräche aufgefasst, auf denen sich Nutzer über Einkaufslisten oder Lieblingsprodukte austauschen und am späteren Kauf anderer Kunden mitverdienen.
Ein Beispiel: Spreadshirt produziert und vertreibt selbstgestaltete T-Shirts, die im eigenen Webshop angeboten werden können.

24. November 2006

Konsequente "Doku-Virals"

Der Tiefkühlkosthersteller Frosta kommuniziert sein "Reinheitsgebot", den Verzicht auf Geschmacksverstärker, Farbstoffe etc. Dieses Gebot wird konsequent verfolgt. Die neue Kampagne konzentriert sich auf diese Konsequenz, mit kleinen "Doku Virals" (Horizont 46/2006).
Hier die Aktionsseite.

19. November 2006

Flowchart Rossini

Rock'n'Roll-Briefing

* Kommunikationskonzept für Rockband
* Website /Blog mit Web-2.0-Gedanken (?)
* Re-Briefing bis 23.11.2006
* Idee, Treatment, Meilensteine bis 30.11.2006
* Inhaltsübersicht/Flowchart bis 14.12.2006
* Konzert am 20.01.2007
* Präsentation/Abgabe Konzept am 04.02.2007

15. November 2006

Seminarplan WS 2006/07

Hauptseminar

Integrierte Kommunikation: Konzepte und Anwendungen im Web 2.0

TU Braunschweig, Wintersemester 2006/2007

09.11.2006 Einführung in das Thema, Teamzusammenstellung

16.11.2006 Web-Projekte vom Briefing bis zum Launch
Briefing: Kommunikationskonzept für Rockband

23.11.2006 Projektarbeit: Re-Briefing

30.11.2006 Projektarbeit: Idee, Treatment, Meilensteine

07.12.2006 Internet-Konzeption und Online-Texten

14.12.2006 Projektarbeit: Flowchart

21.12.2006 Virales Marketing und “user generated content”

11.01.2007 Projektarbeit: Verknüpfung der Maßnahmen

18.01.2007 Corporate Blogs zur Unternehmenskommunikation

25.01.2007 Projektarbeit: Konzept und Vorbereitung Präsentation

01.02.2007 Team-Präsentation: Kommunikationskonzept

08.02.2007 Nachbesprechung

Web 2.0 als "Chance und Pflicht"?

Der "Werbeblogger" Patrick Breitenbach schreibt dazu:
"Web 2.0 ist für mich die Chance und die Pflicht auch in der Kommunikation etwas zu bewegen (...) Unternehmen werden nämlich sonst auch weiterhin nach altem Muster vorgehen, denn sie bekommen keine Alternativen aufgezeigt, sie werden nur angepöbelt, gleichzeitig kaufen wir aber trotzdem ihre Produkte (...) Unternehmen erhalten das Signal: Unsere alten Methoden funktionieren, Leute motzen, kaufen unsere Sachen trotzdem, wenn wir sie nur lange genug penetrieren. Warum sollten sie ihre Kommunikation ändern?"
Zum Artikel gehts hier.


9. November 2006

Web 2.0 und Unternehmen

Tim O' Reilly nennt folgende Kernkompetenzen für Web 2.0-Unternehmen:
  • Services, not packaged software, with cost-effective scalability
  • Control over unique, hard-to-recreate data sources that get richer as more people use them
  • Trusting users as co-developers
  • Harnessing collective intelligence
  • Leveraging the long tail through customer self-service
  • Software above the level of a single device
  • Lightweight user interfaces, development models, AND business models
Tim O'Reilly: What Is Web 2.0. Published on O'Reilly.

6. November 2006

"Frauen möbeln Männer auf"

Web 2.0 erreicht jetzt auch die Wohnzimmer!
TV-Elemente, Unterhaltung, Interaktion und "user generated content" sollen die Verbraucher stärker an die Online-Auftritte der großen Versandhäuser binden.
Ein Beispiel:

"Frauen möbeln Männer auf" (Neckermann, Agentur: Jung von Matt/next)

C'mon!

Opel lässt die Puppen tanzen, für den neuen Corsa. Die Mission des Kleinwagens: Er soll den Weg ebnen zu jungen Käuferschichten, die Opel bislang kaum anspricht. Das Internet spielt dabei eine wesentliche Rolle, erstmals hat General Motors Europe dafür mit dem Auftritt "The C'mons" eine länderübergreifende Plattform geschaffen, die durch lokale Microsites auf den Opel-Portalen ergänzt wird.
Mit dabei: Virale Filme - z.B. auf Youtube - oder Einträge auf Wikipedia.
Noch einen Opel-Blog gibt es hier...

"Sing Dich nach Vegas"

Immer mehr Firmen beziehen die Konsumenten in Marketing und Produktentwicklung ein.

* Die Gelben Seiten fordern auf: "Sing Dich nach Vegas"
* Volkswagen bindet Musikfans in der "Sound Foundation" ein

28. Juli 2006

Seminar WS 2006/07

Hauptseminar Medienwissenschaften

Dr. Gerald Fricke, TU Braunschweig, Wintersemester 2006/07

Integrierte Kommunikation: Konzepte und Anwendungen im Web 2.0

Donnerstag, 9:45 – 11:15 Uhr

Beginn in der zweiten Semesterwoche: 09.11.2006

Multimedia-Schulungsraum, BI 97.4 (TU)

Campus Nord

Bienroder Weg 97

38106 Braunschweig

Was ist neu am „neuen Internet“? Wächst in den Nutzer-Plattformen, Blogs, Bilderdiensten, Tauschbörsen und Sammlungen eine neue kritische „kollektive Intelligenz“ heran oder beschreibt das „Web 2.0“ in erster Linie einen Marketingtrend, der es erlaubt, immer individueller und „kontextbezogener“ auf die Kunden und ihre Bedürfnisse einzugehen?

Wie lassen sich Corporate-Blogs oder neue „virale“ Formate (Guerilla-Marketing, Buzz-Marketing etc.) in eine integrierte Kommunikation einbinden? Dazu werden Beispiele aus Unternehmen, Kultur und Wissenschaft gezeigt. Ziel des Seminars ist es, darauf aufbauend, in Projektteams Konzepte für das Web 2.0 zu entwickeln und zu präsentieren.

Voraussetzungen:
Interesse an selbständiger Projekt- und
Teamarbeit.
Begrenzte Teilnehmerzahl.

Anmeldung bis 02.11.2006 via E-Mail beim Dozenten.

4. Juli 2006

Web 1.0 versus Web 2.0

Web 1.0
- Portal
- Informationen
- Hier Angebot, da Nachfrage
- Eingängige Internet-Adresse
- Pressemitteilungen


Web 2.0
- Plattform für Nutzer
- "Kunde wird zum Kompagnon"
- Kein Massenmedium mehr
- Trend zur Individualisierung (z. B. das Musikwissen bei Last.fm)
- "Kollektive Intelligenz" (Bsp. Wikipedia)
- Kontextbezogene Werbung
- Inhalte: Blogs, Bilderdienste, Sammlungen
- Vernetzung durch Schlagworte
- "Corporate Blogs" erlauben auch kritische Kommentare

3. Juli 2006

Stichpunkte: Marketing-Trends

Permission Marketing

- Langfristige Kundenbeziehung
- "Aus Fremden Freunde machen"
- Personalisierung
- Segmentierung
- Sebstbestimmung / Kontrolle des Nutzers

Virus-Marketing

- "Virale" Verbreitung, z. B. per E-Mail
- Bietet ungewöhnliche Kommunikationsanlässe

Szene-Marketing, Erlebnis-Marketing


- "Love-Marketing"
- Beispiele: Mini, Apple, Coca-Cola


"Multi Channel"


- Der Kunde bestimmt den Kanal
- Aufgabe: Glaubwürdig, schnell, langfristig orientiert, integriert, individuell

Seminar in Farbe, Teil 2




Seminar in Bildern



28. Juni 2006

Case-Study: Reinhard-Mohn-Website


„Im Dialog mit Reinhard Mohn“ lautet der Ansatz der Anwendung zum 80. Geburtstag Mohns im Juni 2001. Als Einstieg dienen charakteristische Zitate, die jeweils für bestimmte Ideen oder Lebensabschnitte Mohns stehen.

Texte von Philosophen, Unternehmern und Wissenschaftlern sowie Originaltöne von Zeitzeugen und Weggefährten vertiefen unterschiedliche Inhalte und beleuchten Stationen der Mohnschen Vita.

Auch über die Aufgaben der Bertelsmann Stiftung lassen sich vielfältige, multimediale Eindrücke gewinnen.

Agentur: Elephant Seven
Text und Konzeption: Dr. Gerald Fricke
Online: Juni 2001 bis Juni 2006

Weitere Screenshots hier


19. Juni 2006

Drehbuch für Internet-Anwendungen

Wenn das Konzept beschlossene Sache ist, geht es in die Umsetzung. Als Grundlage für Layout und Programmierung dient das Drehbuch. Was passiert inhaltlich auf jeder Seite, was wird zusätzlich angeboten (PDFs, Soundfiles, Flash etc.), welchen Stellenwert hat diese Seite, bezogen auf die gesamte Anwendung?

Wenn das Drehbuch mit dem Kunden abgestimmt ist – und freigegeben! – beginnen Sie mit der Produktion der Seiten.

Referat: Kundenmagazine

Definition:

• Leseerlebnis, Unterhaltung, Kundenbindung
• Unternehmens- und zielgruppennahe Information
• Vermittlung von Vertrauen und Glaubwürdigkeit
• Instrument der Öffentlichkeitsarbeit
• Kontaktpflege, Image- und Verkaufsförderung, Marketing

Funktionen:

• Teil der Öffentlichkeitsarbeit
• Bindung des Kunden an Betrieb und Produkte
• Imagebildung, Produktinformation

Referat: Mitarbeiterzeitung

Definition:

• Gedrucktes Kommunikationsmedium, kostenlose Verteilung
• Zweckorientiert, dient innerbetrieblichen Beziehungen
• Informationen für alle Mitarbeiter in einem Unternehmen
• Mitarbeitermotivation
• Positives Unternehmensbild
• Kostenlos, keine betriebliche Einnahmequelle
• Vielfältige Formen und Varianten
• Erscheint quartalmäßig / monatlich
• „Informierend – unterhaltend – organisierend“

Funktionen:


• Kommunikative Ziele: Unterrichtung, Information, Motivation, Partnerschaft, Beziehungspflege und Selbstpräsentation
• Strategisches und kommunikatives Medium: Integration, Zusammengehörigkeit, wirtschaftliche Ziele, positive Selbstdarstellung

Kommunikationsziele:

„Wer informiert ist, kann mitdenken“
„Wer mitdenkt, entwickelt Verantwortung“
„Wer mitverantwortlich ist, bemüht sich um Erfolg“

Literatur:
Bischl, Katrin, 2000: Die Mitarbeiterzeitung, Wiesbaden

"Die Partei": Links

  • Alles über die PARTEI finden Sie hier
  • Hier geht es zur Titanic
  • Meine Abhandlung über den Bundesvorsitzenden Martin Sonneborn, die vorgezogene letzte Bundestagswahl und die PARTEI (aus: Rolling Stone, September 2005) gibts hier als PDF.

13. Juni 2006

Crossmedia: Das Beispiel HLX

• Basismedien: Print, Anzeigen in Tageszeitungen
• Außenwerbung: Plakat, City Light Poster, auf Verkehrsmitteln, am Flughafen
• Flankierend: Funkspots, "Below the line"

Checkliste: Texten fürs Web

• Das Wichtigste zuerst
• Ankerpunkte oder "Cliffhanger" setzen
• Kein "Happy Talk" ("Herzlich willkommen auf unserer Homepage")
• Keine Prospektprosa, sondern internetgerecht formulieren
• Hypertext: Assoziationsketten nutzen, sinnvolle Verlinkungen setzen
• Zielgruppenansprache, evtl. durch verschiedene Bereiche
• Kein Pathos, keine Floskeln, Phrasen oder Platitüden ("unsere Philosophie", "aktuelle News" etc.)
• Einmal angeödet, ist der User für immer verloren
• "Glaubwürdige" Reflexion und Kritik zulassen, keine bloße Affirmation
• Auf das Sprachgefühl vertrauen: korrekt, verständlich und "lesenswert" schreiben

"Kreativitätskiller"

- Lösungsorientiert vorgehen, nicht problemorientiert
- Sprunghaftigkeit: zu viele Ideen sind kontraproduktiv
- Keinen Zeitdruck aufbauen
- Brainstorming absetzen von der Alltagsroutine, nicht unterbrechen
- Und: ein gewisser Enthusiasmus gehört dazu

Checkpunkte: Bewertung der Idee

• Leuchtet die Sache ein?
• Passt die Idee wirklich zu Ihnen?
• Nicht zu übervorsichtig, nicht überkritisch vorgehen, aber auch nicht selbstzufrieden zurücklehnen
• Unter welchen Voraussetzungen ist die Idee realisierbar?
• Nutzen, Kosten, Konsequenzen?
• Vergleich zur Konkurrenz?
• Wie lassen sich die Schwächen minimieren?
• (...)

Brainstorming: Stichworte

• Gute Kreativitätstechnik
• Viele Ideen in kurzer Zeit
• Konstellation: maximal 12 Teilnehmer, 1 Moderator
• Teamzusammenstellung möglichst heterogen
• Dauer: 20 bis 30 Minuten
• Regeln: Kritik ist untersagt, alle Vorschläge willkommen
• Bewertung: Am nächsten Tag! Eine Idee wird ausgewählt

12. Juni 2006

Case-Study: Rossini-Website

RELAUNCH DRG-WEBSITE (Mai 2004)

AUFGABE
Die alte Website der DRG bietet eine sehr anspruchsvolle, aber unübersichtliche Fülle an Material.
Wir wollen mit der neuen Seite gut informieren, die Gesellschaft vorstellen und einen ansprechenden, redaktionellen Anlaufpunkt im Netz für alle Rossini-Freunde schaffen.

IDEE
Wir spielen Rossini nicht im Lexikon oder Poesiealbum, sondern auf offener Bühne.
Wir möchten den begeisternden Furor seiner Musik abbilden!

UMSETZUNG
* Klare Struktur: Alle Inhalte auf einen Blick; vier Bereiche und Leitfarben
* Übersichtliche Navigation: Mit zwei Klicks zu jeder Unterseite und zurück
* Transparenter Look, ohne versteckte Inhalte; Besucher behält die Kontrolle
* Stimmungsvolle Bildcollagen; leichte und offene Optik; schnörkelloser Ton
* Rossini-Zitate; Rossini-Neuheiten auf einen Blick; Material als PDF zum Ausdrucken

TEAM
Reto Müller, Geschäftsführender Vorsitzender DRG
Konzeption/Text: Dr. Gerald Fricke
Webdesign: Michael Vogt

Treatment: Beispiel Rossini-Website

Wir spielen Rossini nicht im Lexikon oder Poesiealbum, sondern auf offener Bühne.
Wir möchten den begeisternden Furor seiner Musik abbilden!

Das bedeutet: Wir strukturieren die Inhalte neu und räumen auf. Wir entwerfen ein „modernes“ Layout und eine übersichtliche Navigation.
Wir erzählen von Rossini und seiner Musik, stellen die Gesellschaft vor und laden in das Feuilleton ein.

11. Mai 2006

Präsentation Konzept

In der Präsentation sollte das Konzept kurz zusammengefasst – in ca. 20 Minuten – und dem Plenum vorgestellt werden. Am besten frei sprechen, auf jedem Chart nur einen Aspekt formulieren oder zeigen. Pro Folie ca. eine Minute einplanen.

Mit der Präsentation sollten Sie zeigen, dass Sie den Kunden verstanden und die beste Lösung für die Aufgabe gefunden haben...

Konzept

In dem Konzept werden die wichtigsten Aspekte des geplanten Kommunikationsprojektes in einem Büchlein zusammengefasst (ca. 20 Seiten) – für den Kunden als auch für das Team. Bitte zu Ihrer Präsentation mitbringen. Folgende Punkte sollten angesprochen werden:

- Ziel
- Zielgruppe
- Idee / „Treatment“
- Projektplan
- Kurzbeschreibung Inhalte
- Zeitplan / Phasen / Meilensteine (z.B. als Balkendiagramm)
- Umsetzung
- „Look & Feel“ / Tonality
- Marketing / evtl. „Medien-Mix“
- Anhang / Quellen / Literatur / Teamzusammenstellung

Für Internetprojekt auch:

- Flowchart / Seitenstruktur
- Navigationskonzept
- Technik
- Layout-Mood (erster Entwurf Homepage oder Unterseite)

Berücksichtigen Sie auch die einschlägige Literatur, aber bedenken Sie: Es gibt kein Patentrezept, kein richtiges oder falsches Konzept. Ziel ist es, die wichtigsten Punkte festzuhalten; zu zeigen, dass man die Sache gut durchdacht und kompetent geplant hat – und damit andere Menschen überzeugt!

Flowchart / Projektplan

Das Flowchart bzw. der Projektplan dienen als Inhaltsübersicht und Produktionsgrundlage – für den Kunden und das Team. Im Flowchart definieren Sie die einzelnen Seiten Ihrer geplanten Internet-Anwendung, im Projektplan die einzelnen "Arbeitspakete", Meilensteine und Zuständigkeiten.

7. Mai 2006

Referat "Mitarbeiter- und Kundenmagazine"

* Bitte stellen Sie fünf bis zehn Beispiele vor (z. B. Autostadt, VW-Bank, Schindler, Dresdner Bank)
* Vergleichen Sie: Welche Inhalte werden wie präsentiert; was ist gut, was ist schlecht gemacht?
* Entwerfen Sie dazu einen Kriterienkatalog
* Referat am 18.05.2006
* Hausarbeit bis 06.07.2006

Briefing Team 3, Kommunikationsberatung

* Ideenpapier für mittelständisches Unternehmen
* Best-Practice-Analyse
* Re-Briefing: 18.05.2006
* Treatment bis 01.06.2006
* Präsentation/Konzept: 06.07.2006

Briefing Team 2, Kommunikationskonzept

* Internet-Konzept für neues Unternehmen
* Entwurf Mailing/Newsletter
* Re-Briefing 18.05.2006
* Treatment bis 25.05.2006
* Präsentation/Konzept 29.06.2006

Briefing Team 1, Wissenschaftsmarketing

* Marketingkonzept für neuen Studiengang
* Entwurf modulare Pressemappe
* Re-Briefing am 11.05.2006
* Präsentation/Konzept am 22.06.2006

Anforderungen Schein

Präsentation bzw. Referat
UND
Konzept bzw. Hausarbeit

Referat "Web 2.0"

Ein schnelles Briefing für die Referatsgruppe:

* Alles nur ein Hype? Was ist neu am "Web 2.0"?
* Was kennzeichnet die neuen Tagebücher im Internet, die Weblogs? Stellen Sie drei bis fünf verschiedene Formate vor (aus Industrie, Unterhaltung, Politik, Kultur etc.). Oder zeigen Sie Beispiele für neue Werbeformate im Netz.
* Beispiele: Bildblog, Frosta-Blog, Zeit, Elephant Seven
* Präsentation am 15.06.2006
* Abgabe Hausarbeit am 06.07.2006

4. Mai 2006

Team-Zusammenstellung

Innerhalb des Teams sollten die Aufgaben nach folgenden Funktionen verteilt werden:

- Projektmanager: Leitung Meetings, Termine, Re-Briefing, Kalkulation, Zeitplan, Ansprechpartner/Berater für Kunden

- Konzeptioner / Texter: Recherche, Inhaltsübersicht, Flowchart (Internet), Formulierung Präsentation, Konzept (und später Drehbuch)

- Art-Director / Screendesigner: Gestaltung Präsentation, Navigation Website, Layout etc. (z.B. mit Photoshop)

- Programmierer: technisches Konzept (z.B. Dreamweaver für statische Website)


Bitte machen Sie in Ihrem Konzept Ihre Zusammenstellung deutlich, z.B. in einem Anhang – um so Ihren jeweiligen Anteil zu kennzeichnen.

Briefing / Re-Briefing

Im Briefing/Re-Briefing sollten mit dem Kunden die wichtigsten Punkte des geplanten Kommunikations-Projektes abgesprochen werden.

Dazu zählen:

- Aufgabe

- Ziel

- Zielgruppe

- Look & Feel

- Tonality

- Technik

- Meilensteine

- (...)

Im anschließendem Kick-Off stellt der Projektmanager das Re-Briefing dem Kreativ-Team vor – als Grundlage für alle weiteren Schritte (Brainstorming, Treatment, Recherche...).

Im Treatment („der eine Satz“) beschreiben Sie kurz Ihre kreative Idee.

Das Re-Briefing sollte mit einem konkreten Angebot / Kostenvoranschlag für die erste Phase verbunden sein: die Konzeption.

Literatur Projektmanagement

Caupin, Gilles u.a. (Hg.), 1999: ICB – IPMA Competence Baseline, Version 2.0, Bremen

Hansel, Jürgen/Lomnitz, Gero, 2000: Projektleiter-Praxis. Erfolgreiche Projektabwicklung durch verbesserte Kommunikation und Kooperation, 3. Aufl., Berlin u.a.

Kessler, Heinrich/Winkelhofer, Georg, 2002: Projektmanagement. Leitfaden zur Steuerung und Führung von Projekten, 3. Aufl., Berlin u.a.

Klein, Armin, 2004: Projektmanagement für Kulturmanager, Wiesbaden

Köhler, Thomas A., 2002: Internet-Projektmanagement. Konzeption und Realisierung von erfolgreichen Internetprojekten, München

Kraus, Georg/Westermann, Reinhold, 1998: Projektmanagement mit System. Organisation, Methoden, Steuerung, 3. Aufl., Wiesbaden

Lehner, Johannes M. (Hg.), 2001: Praxisorientiertes Projektmanagement. Grundlagenwissen an Fallbeispielen illustriert, Wiesbaden

Lent, Bogdan, 2003: IT-Projekte lenken – mit System, Wiesbaden

Merrill, M. David, 1983. Component Display Theory, in: Charles M. Reigeluth (Ed.). Instructional-design theories and models. An overview of their current status (384-434). Hillsdale

3. Mai 2006

Projektmanagement: Inhalte, Ziele

Die Arbeitsteilung hat die Menschen auseinandergeführt, Projektmanagement muss sie wieder zusammenführen.
Aber wie?

In der Literatur werden die PM-Faktoren wie folgt spezifiziert:
• Zeitliche und finanzielle Begrenzung des Vorhabens
• Definiertes Ziel
• Einmaligkeit des Vorhabens
• Inhaltliche Komplexität, Aufteilung in Teilprojekte und -aufgaben
• Risiko des Scheiterns
• Interdisziplinarität; Zusammenarbeit von verschiedenen Spezialisten, projektspezifische Organisation
• Projektleitung nötig

Das Projektmanagement bedeutet:

• Projektdefinition
• Projektplanung
• Projektleitung
• Projektüberwachung
• Projektcontrolling

Als Ziele lassen sich ausführen:

• Erreichung des Projektziels (z. B. der Relaunch einer Website)
• Kostenminimierung (Einhaltung eines Maximalbudgets)
• Termintreue
• Qualitätstreue
• Kapazitätstreue (keine Überstunden!)

Als typische Fehler und Probleme in der Projektarbeit werden in der Literatur genannt (vgl. Köhler 2002; Hansel/Lomitz 2000, 7-9):

• Unklarheit im Unternehmen: was ist ein Projekt, was nicht?
• Führungskräfte beschließen Projekte, zeigen aber kein Interesse an der Umsetzung; fehlender Teamgeist
• Unklare Aufgabenstellung; schlecht abgestimmte Organisation; Ideen werden nicht weiterverfolgt
• Keine Beteiligung des Teams an Terminplanung; Zeitpläne werden nicht eindeutig vereinbart oder nicht eingehalten
• Ungenügendes Risikomanagement; unzureichende Kosten- und Terminkontrolle
• Unzureichende Informationen über Projekt-Stand; keine Prioritätensetzung
• Unzureichendes Änderungsmanagement: Transparente Projektabbrüche gibt es nicht, stattdessen versanden Projekte und der Deckmantel des Schweigens wird darüber gelegt
• Zu geringe Befugnisse des Projektleiters: ist verantwortlich, darf aber nichts entscheiden

Zusammenfassend lässt sich feststellen, dass sich das Projektmanagement notgedrungen in einem Spannungsdreieck aus Zeitdruck, Kostendruck und Qualitätsdruck befindet (vgl. auch Klein 2004, 15). Die große Kunst des Projektmanagements besteht also darin, diese Spannung pragmatisch und angemessen immer wieder neu aufzulösen.

Projektmanagement: Begriff

Warum heute alles sorgfältig planen, wenn man morgen auch noch improvisieren kann? Oft werden Projekte nach diesem unausgesprochenen Motto angegangen. Der Begriff „Projekt“ steht dabei für vieles und weniges, es herrscht ein fröhliches begriffliches Wirrwarr. Sehr viele Aufgaben werden als Projekte bezeichnet, die noch vor einigen Jahren unter dem Begriff „Sonderaufgaben“ oder „Linienaufgaben“ abgewickelt wurden.

Das Instrument Projektmanagement wurde ursprünglich in den 1950er Jahren in den USA im Rahmen der Eroberung des Weltraums entwickelt. Später vor allem zur Bauplanung genutzt, wird Projektmanagement heute intensiv in der IT-Branche eingesetzt. Viele Aufgaben haben sich hier nachhaltig verändert: Routinearbeiten nehmen ab, innovative Dienstleistungen zu. Traditionelle Strukturen in den Unternehmen können die neuen Anforderungen oft nicht mehr zufriedenstellend lösen. Kenneth Galbraith schreibt: „An organization that is designed to do something well für the millionth time is not good at doing something for the first time” (zitiert nach: Lechler 1997, 23).

Zur Begriffsbestimmung empfiehlt sich der Blick in die Normen des Deutsche Instituts für Normierung e.V. Ein Projekt wird unter DIN 69 901 definiert als ein „Vorhaben, das im wesentlichen durch Einmaligkeit der Bedingungen in ihrer Gesamtheit gekennzeichnet ist, wie z. B. Zielvorgabe, zeitliche, finanzielle, personelle oder andere Begrenzung gegenüber anderen Vorhaben, projektspezifische Organisation.“ Ein Projekt kann damit als eine Folge von einmaligen, komplexen und miteinander verbundenen Aktivitäten verstanden werden, „die ein Ziel oder eine Aufgabe haben und innerhalb einer bestimmten Zeit und eines bestimmten Budgets nach einer vorliegenden Spezifikation erfüllt werden müssen“, so zusammenfassend Thomas Köhler (2002, 13).

Daraus folgend wird unter Projektmanagement die „Gesamtheit von Führungsaufgaben, -organisation, -techniken und -mittel für die Abwicklung eines Projektes“ (DIN 69 901) verstanden. Projektmanagement wurde also nicht theoretisch, sondern aus der Praxis entwickelt; es ist in erster Linie nicht als eine Theorie, sondern als ein im Unternehmen gelebtes Handlungsmodell zu sehen (dazu auch: DIN 69904).

2. Mai 2006

Literatur

Alphonso, Don/ Pahl, Kai, 2005: Blogs! Fünfzehn Blogger über Text und Form im Internet – und warum sie das Netz übernehmen werden, Berlin

Bischl, Katrin, 2000: Die Mitarbeiterzeitung, Wiesbaden

Bruhn, Manfred u.a. (Hg.), 2000: Integrierte Kommunikation in Theorie und Praxis, Wiesbaden 2000

Förster, Anja/Kreuz, Peter, 2003: Marketing-Trends, Wiesbaden

Frosch-Wilke, Dirk/Raith, Christian (Hg.), 2002: Marketing-Kommunikation im Internet, Wiesbaden

Klewes, Joachim (Hg.), 2005: Unternehmenskommunikation auf dem Prüfstand, Wiesbaden

Köhler, Thomas A., 2002: Internet-Projektmanagement. Konzeption und Realisierung von erfolgreichen Internetprojekten, München

Nielsen, Jacob: Designing Web Usability. The Practice of Simplicity, Indianapolis (weitere Aufsätze unter http://www.useit.com/)

Prokop, Dieter, 2005: Der kulturindustrielle Machtkomplex, Köln

Puscher, Frank, 2001: Das Usability Prinzip, Heidelberg

Schmid, Beat F./Lyczek, Boris, 2006: Unternehmenskommunikation, Wiesbaden

Schick, Siegfried, 2002: Interne Unternehmenskommunikation, Stuttgart

Taglinger, Harald u.a., 2002: Internetprojekte von Start bis Ende. Das Profibuch für die Internetpraxis, München

Ankündigung

Seminar Dr. Gerald Fricke, TU Braunschweig, Sommersemester 2006
Integrierte Unternehmenskommunikation: Konzepte und Anwendungen
Donnerstag, 9:45 – 11:15 Uhr
Beginn: 27.04.2006
Multimedia-Schulungsraum, BI 97.4 (TU)
Campus Nord
Bienroder Weg 97
38106 Braunschweig

Kundenmagazine, Mitarbeiterzeitungen, Intranet und Internet werden als Bestandteile einer „integrierten Kommunikation“ betrachtet und bestimmen das Image eines Unternehmens.
In dem Seminar geht es darum, zu fragen, wie sich die verschiedenen Medien, Online und Print, intern und extern, geschickt verbinden lassen. Dazu werden Beispiele aus Unternehmen, Kultur und Wissenschaftsmarketing diskutiert.
Ziel des Seminars ist es, im Projektteam ein kreatives Kommunikationskonzept zu entwickeln und zu präsentieren.

Seminarplan

Dr. Gerald Fricke

Integrierte Unternehmenskommunikation: Konzepte und Anwendungen

Hauptseminar, TU Braunschweig, Sommersemester 2006

Seminarplan

27.04.2006 Vorstellung, Einführung in das Thema

04.05.2006 Web-Projekte vom Briefing bis zum Launch (Beispiele)

11.05.2006 Internet-Konzeption und Online-Texten (Beispiele)

18.05.2006 Intern und extern: Mitarbeiterzeitungen und Kundenmagazine (Referat)

25.05.2006 Feiertag, kein Seminar

01.06.2006 Online und offline: Ziele, Zielgruppen, Brandmanagement (Referat)

08.06.2006 Exkursionswoche, kein Seminar, Projektarbeit

15.06.2006 Neue Formate: Web 2.0, Weblogs, Guerilla-Marketing (Referat)

22.06.2006 Präsentation Team 1, Wissenschaftsmarketing

- Marketingkonzept für neuen Studiengang

- Entwurf modulare Pressemappe

29.06.2006 Präsentation Team 2, Kommunikationskonzept

- Internet-Konzept für eine Beratungs-GmbH

- Entwurf Mailing, Newsletter

03.07.2006, 16:00 Uhr. Team 2: Präsentation Konzept beim Kunden

05.07.2006, 15:00 Uhr. Team 1: Präsentation Konzept beim Kunden

06.07.2006 Präsentation Team 3, Kommunikationsberatung

- Ideenpapier für ein mittelständisches Unternehmen

- Status-Quo-Analyse, Benchmark

13.07.2006 Kein Seminar, Auswertung Konzepte

20.07.2006, 19:30 Uhr Nachbesprechung