11. Mai 2006

Präsentation Konzept

In der Präsentation sollte das Konzept kurz zusammengefasst – in ca. 20 Minuten – und dem Plenum vorgestellt werden. Am besten frei sprechen, auf jedem Chart nur einen Aspekt formulieren oder zeigen. Pro Folie ca. eine Minute einplanen.

Mit der Präsentation sollten Sie zeigen, dass Sie den Kunden verstanden und die beste Lösung für die Aufgabe gefunden haben...

Konzept

In dem Konzept werden die wichtigsten Aspekte des geplanten Kommunikationsprojektes in einem Büchlein zusammengefasst (ca. 20 Seiten) – für den Kunden als auch für das Team. Bitte zu Ihrer Präsentation mitbringen. Folgende Punkte sollten angesprochen werden:

- Ziel
- Zielgruppe
- Idee / „Treatment“
- Projektplan
- Kurzbeschreibung Inhalte
- Zeitplan / Phasen / Meilensteine (z.B. als Balkendiagramm)
- Umsetzung
- „Look & Feel“ / Tonality
- Marketing / evtl. „Medien-Mix“
- Anhang / Quellen / Literatur / Teamzusammenstellung

Für Internetprojekt auch:

- Flowchart / Seitenstruktur
- Navigationskonzept
- Technik
- Layout-Mood (erster Entwurf Homepage oder Unterseite)

Berücksichtigen Sie auch die einschlägige Literatur, aber bedenken Sie: Es gibt kein Patentrezept, kein richtiges oder falsches Konzept. Ziel ist es, die wichtigsten Punkte festzuhalten; zu zeigen, dass man die Sache gut durchdacht und kompetent geplant hat – und damit andere Menschen überzeugt!

Flowchart / Projektplan

Das Flowchart bzw. der Projektplan dienen als Inhaltsübersicht und Produktionsgrundlage – für den Kunden und das Team. Im Flowchart definieren Sie die einzelnen Seiten Ihrer geplanten Internet-Anwendung, im Projektplan die einzelnen "Arbeitspakete", Meilensteine und Zuständigkeiten.

7. Mai 2006

Referat "Mitarbeiter- und Kundenmagazine"

* Bitte stellen Sie fünf bis zehn Beispiele vor (z. B. Autostadt, VW-Bank, Schindler, Dresdner Bank)
* Vergleichen Sie: Welche Inhalte werden wie präsentiert; was ist gut, was ist schlecht gemacht?
* Entwerfen Sie dazu einen Kriterienkatalog
* Referat am 18.05.2006
* Hausarbeit bis 06.07.2006

Briefing Team 3, Kommunikationsberatung

* Ideenpapier für mittelständisches Unternehmen
* Best-Practice-Analyse
* Re-Briefing: 18.05.2006
* Treatment bis 01.06.2006
* Präsentation/Konzept: 06.07.2006

Briefing Team 2, Kommunikationskonzept

* Internet-Konzept für neues Unternehmen
* Entwurf Mailing/Newsletter
* Re-Briefing 18.05.2006
* Treatment bis 25.05.2006
* Präsentation/Konzept 29.06.2006

Briefing Team 1, Wissenschaftsmarketing

* Marketingkonzept für neuen Studiengang
* Entwurf modulare Pressemappe
* Re-Briefing am 11.05.2006
* Präsentation/Konzept am 22.06.2006

Anforderungen Schein

Präsentation bzw. Referat
UND
Konzept bzw. Hausarbeit

Referat "Web 2.0"

Ein schnelles Briefing für die Referatsgruppe:

* Alles nur ein Hype? Was ist neu am "Web 2.0"?
* Was kennzeichnet die neuen Tagebücher im Internet, die Weblogs? Stellen Sie drei bis fünf verschiedene Formate vor (aus Industrie, Unterhaltung, Politik, Kultur etc.). Oder zeigen Sie Beispiele für neue Werbeformate im Netz.
* Beispiele: Bildblog, Frosta-Blog, Zeit, Elephant Seven
* Präsentation am 15.06.2006
* Abgabe Hausarbeit am 06.07.2006

4. Mai 2006

Team-Zusammenstellung

Innerhalb des Teams sollten die Aufgaben nach folgenden Funktionen verteilt werden:

- Projektmanager: Leitung Meetings, Termine, Re-Briefing, Kalkulation, Zeitplan, Ansprechpartner/Berater für Kunden

- Konzeptioner / Texter: Recherche, Inhaltsübersicht, Flowchart (Internet), Formulierung Präsentation, Konzept (und später Drehbuch)

- Art-Director / Screendesigner: Gestaltung Präsentation, Navigation Website, Layout etc. (z.B. mit Photoshop)

- Programmierer: technisches Konzept (z.B. Dreamweaver für statische Website)


Bitte machen Sie in Ihrem Konzept Ihre Zusammenstellung deutlich, z.B. in einem Anhang – um so Ihren jeweiligen Anteil zu kennzeichnen.

Briefing / Re-Briefing

Im Briefing/Re-Briefing sollten mit dem Kunden die wichtigsten Punkte des geplanten Kommunikations-Projektes abgesprochen werden.

Dazu zählen:

- Aufgabe

- Ziel

- Zielgruppe

- Look & Feel

- Tonality

- Technik

- Meilensteine

- (...)

Im anschließendem Kick-Off stellt der Projektmanager das Re-Briefing dem Kreativ-Team vor – als Grundlage für alle weiteren Schritte (Brainstorming, Treatment, Recherche...).

Im Treatment („der eine Satz“) beschreiben Sie kurz Ihre kreative Idee.

Das Re-Briefing sollte mit einem konkreten Angebot / Kostenvoranschlag für die erste Phase verbunden sein: die Konzeption.

Literatur Projektmanagement

Caupin, Gilles u.a. (Hg.), 1999: ICB – IPMA Competence Baseline, Version 2.0, Bremen

Hansel, Jürgen/Lomnitz, Gero, 2000: Projektleiter-Praxis. Erfolgreiche Projektabwicklung durch verbesserte Kommunikation und Kooperation, 3. Aufl., Berlin u.a.

Kessler, Heinrich/Winkelhofer, Georg, 2002: Projektmanagement. Leitfaden zur Steuerung und Führung von Projekten, 3. Aufl., Berlin u.a.

Klein, Armin, 2004: Projektmanagement für Kulturmanager, Wiesbaden

Köhler, Thomas A., 2002: Internet-Projektmanagement. Konzeption und Realisierung von erfolgreichen Internetprojekten, München

Kraus, Georg/Westermann, Reinhold, 1998: Projektmanagement mit System. Organisation, Methoden, Steuerung, 3. Aufl., Wiesbaden

Lehner, Johannes M. (Hg.), 2001: Praxisorientiertes Projektmanagement. Grundlagenwissen an Fallbeispielen illustriert, Wiesbaden

Lent, Bogdan, 2003: IT-Projekte lenken – mit System, Wiesbaden

Merrill, M. David, 1983. Component Display Theory, in: Charles M. Reigeluth (Ed.). Instructional-design theories and models. An overview of their current status (384-434). Hillsdale

3. Mai 2006

Projektmanagement: Inhalte, Ziele

Die Arbeitsteilung hat die Menschen auseinandergeführt, Projektmanagement muss sie wieder zusammenführen.
Aber wie?

In der Literatur werden die PM-Faktoren wie folgt spezifiziert:
• Zeitliche und finanzielle Begrenzung des Vorhabens
• Definiertes Ziel
• Einmaligkeit des Vorhabens
• Inhaltliche Komplexität, Aufteilung in Teilprojekte und -aufgaben
• Risiko des Scheiterns
• Interdisziplinarität; Zusammenarbeit von verschiedenen Spezialisten, projektspezifische Organisation
• Projektleitung nötig

Das Projektmanagement bedeutet:

• Projektdefinition
• Projektplanung
• Projektleitung
• Projektüberwachung
• Projektcontrolling

Als Ziele lassen sich ausführen:

• Erreichung des Projektziels (z. B. der Relaunch einer Website)
• Kostenminimierung (Einhaltung eines Maximalbudgets)
• Termintreue
• Qualitätstreue
• Kapazitätstreue (keine Überstunden!)

Als typische Fehler und Probleme in der Projektarbeit werden in der Literatur genannt (vgl. Köhler 2002; Hansel/Lomitz 2000, 7-9):

• Unklarheit im Unternehmen: was ist ein Projekt, was nicht?
• Führungskräfte beschließen Projekte, zeigen aber kein Interesse an der Umsetzung; fehlender Teamgeist
• Unklare Aufgabenstellung; schlecht abgestimmte Organisation; Ideen werden nicht weiterverfolgt
• Keine Beteiligung des Teams an Terminplanung; Zeitpläne werden nicht eindeutig vereinbart oder nicht eingehalten
• Ungenügendes Risikomanagement; unzureichende Kosten- und Terminkontrolle
• Unzureichende Informationen über Projekt-Stand; keine Prioritätensetzung
• Unzureichendes Änderungsmanagement: Transparente Projektabbrüche gibt es nicht, stattdessen versanden Projekte und der Deckmantel des Schweigens wird darüber gelegt
• Zu geringe Befugnisse des Projektleiters: ist verantwortlich, darf aber nichts entscheiden

Zusammenfassend lässt sich feststellen, dass sich das Projektmanagement notgedrungen in einem Spannungsdreieck aus Zeitdruck, Kostendruck und Qualitätsdruck befindet (vgl. auch Klein 2004, 15). Die große Kunst des Projektmanagements besteht also darin, diese Spannung pragmatisch und angemessen immer wieder neu aufzulösen.

Projektmanagement: Begriff

Warum heute alles sorgfältig planen, wenn man morgen auch noch improvisieren kann? Oft werden Projekte nach diesem unausgesprochenen Motto angegangen. Der Begriff „Projekt“ steht dabei für vieles und weniges, es herrscht ein fröhliches begriffliches Wirrwarr. Sehr viele Aufgaben werden als Projekte bezeichnet, die noch vor einigen Jahren unter dem Begriff „Sonderaufgaben“ oder „Linienaufgaben“ abgewickelt wurden.

Das Instrument Projektmanagement wurde ursprünglich in den 1950er Jahren in den USA im Rahmen der Eroberung des Weltraums entwickelt. Später vor allem zur Bauplanung genutzt, wird Projektmanagement heute intensiv in der IT-Branche eingesetzt. Viele Aufgaben haben sich hier nachhaltig verändert: Routinearbeiten nehmen ab, innovative Dienstleistungen zu. Traditionelle Strukturen in den Unternehmen können die neuen Anforderungen oft nicht mehr zufriedenstellend lösen. Kenneth Galbraith schreibt: „An organization that is designed to do something well für the millionth time is not good at doing something for the first time” (zitiert nach: Lechler 1997, 23).

Zur Begriffsbestimmung empfiehlt sich der Blick in die Normen des Deutsche Instituts für Normierung e.V. Ein Projekt wird unter DIN 69 901 definiert als ein „Vorhaben, das im wesentlichen durch Einmaligkeit der Bedingungen in ihrer Gesamtheit gekennzeichnet ist, wie z. B. Zielvorgabe, zeitliche, finanzielle, personelle oder andere Begrenzung gegenüber anderen Vorhaben, projektspezifische Organisation.“ Ein Projekt kann damit als eine Folge von einmaligen, komplexen und miteinander verbundenen Aktivitäten verstanden werden, „die ein Ziel oder eine Aufgabe haben und innerhalb einer bestimmten Zeit und eines bestimmten Budgets nach einer vorliegenden Spezifikation erfüllt werden müssen“, so zusammenfassend Thomas Köhler (2002, 13).

Daraus folgend wird unter Projektmanagement die „Gesamtheit von Führungsaufgaben, -organisation, -techniken und -mittel für die Abwicklung eines Projektes“ (DIN 69 901) verstanden. Projektmanagement wurde also nicht theoretisch, sondern aus der Praxis entwickelt; es ist in erster Linie nicht als eine Theorie, sondern als ein im Unternehmen gelebtes Handlungsmodell zu sehen (dazu auch: DIN 69904).

2. Mai 2006

Literatur

Alphonso, Don/ Pahl, Kai, 2005: Blogs! Fünfzehn Blogger über Text und Form im Internet – und warum sie das Netz übernehmen werden, Berlin

Bischl, Katrin, 2000: Die Mitarbeiterzeitung, Wiesbaden

Bruhn, Manfred u.a. (Hg.), 2000: Integrierte Kommunikation in Theorie und Praxis, Wiesbaden 2000

Förster, Anja/Kreuz, Peter, 2003: Marketing-Trends, Wiesbaden

Frosch-Wilke, Dirk/Raith, Christian (Hg.), 2002: Marketing-Kommunikation im Internet, Wiesbaden

Klewes, Joachim (Hg.), 2005: Unternehmenskommunikation auf dem Prüfstand, Wiesbaden

Köhler, Thomas A., 2002: Internet-Projektmanagement. Konzeption und Realisierung von erfolgreichen Internetprojekten, München

Nielsen, Jacob: Designing Web Usability. The Practice of Simplicity, Indianapolis (weitere Aufsätze unter http://www.useit.com/)

Prokop, Dieter, 2005: Der kulturindustrielle Machtkomplex, Köln

Puscher, Frank, 2001: Das Usability Prinzip, Heidelberg

Schmid, Beat F./Lyczek, Boris, 2006: Unternehmenskommunikation, Wiesbaden

Schick, Siegfried, 2002: Interne Unternehmenskommunikation, Stuttgart

Taglinger, Harald u.a., 2002: Internetprojekte von Start bis Ende. Das Profibuch für die Internetpraxis, München

Ankündigung

Seminar Dr. Gerald Fricke, TU Braunschweig, Sommersemester 2006
Integrierte Unternehmenskommunikation: Konzepte und Anwendungen
Donnerstag, 9:45 – 11:15 Uhr
Beginn: 27.04.2006
Multimedia-Schulungsraum, BI 97.4 (TU)
Campus Nord
Bienroder Weg 97
38106 Braunschweig

Kundenmagazine, Mitarbeiterzeitungen, Intranet und Internet werden als Bestandteile einer „integrierten Kommunikation“ betrachtet und bestimmen das Image eines Unternehmens.
In dem Seminar geht es darum, zu fragen, wie sich die verschiedenen Medien, Online und Print, intern und extern, geschickt verbinden lassen. Dazu werden Beispiele aus Unternehmen, Kultur und Wissenschaftsmarketing diskutiert.
Ziel des Seminars ist es, im Projektteam ein kreatives Kommunikationskonzept zu entwickeln und zu präsentieren.

Seminarplan

Dr. Gerald Fricke

Integrierte Unternehmenskommunikation: Konzepte und Anwendungen

Hauptseminar, TU Braunschweig, Sommersemester 2006

Seminarplan

27.04.2006 Vorstellung, Einführung in das Thema

04.05.2006 Web-Projekte vom Briefing bis zum Launch (Beispiele)

11.05.2006 Internet-Konzeption und Online-Texten (Beispiele)

18.05.2006 Intern und extern: Mitarbeiterzeitungen und Kundenmagazine (Referat)

25.05.2006 Feiertag, kein Seminar

01.06.2006 Online und offline: Ziele, Zielgruppen, Brandmanagement (Referat)

08.06.2006 Exkursionswoche, kein Seminar, Projektarbeit

15.06.2006 Neue Formate: Web 2.0, Weblogs, Guerilla-Marketing (Referat)

22.06.2006 Präsentation Team 1, Wissenschaftsmarketing

- Marketingkonzept für neuen Studiengang

- Entwurf modulare Pressemappe

29.06.2006 Präsentation Team 2, Kommunikationskonzept

- Internet-Konzept für eine Beratungs-GmbH

- Entwurf Mailing, Newsletter

03.07.2006, 16:00 Uhr. Team 2: Präsentation Konzept beim Kunden

05.07.2006, 15:00 Uhr. Team 1: Präsentation Konzept beim Kunden

06.07.2006 Präsentation Team 3, Kommunikationsberatung

- Ideenpapier für ein mittelständisches Unternehmen

- Status-Quo-Analyse, Benchmark

13.07.2006 Kein Seminar, Auswertung Konzepte

20.07.2006, 19:30 Uhr Nachbesprechung