28. Juni 2006

Case-Study: Reinhard-Mohn-Website


„Im Dialog mit Reinhard Mohn“ lautet der Ansatz der Anwendung zum 80. Geburtstag Mohns im Juni 2001. Als Einstieg dienen charakteristische Zitate, die jeweils für bestimmte Ideen oder Lebensabschnitte Mohns stehen.

Texte von Philosophen, Unternehmern und Wissenschaftlern sowie Originaltöne von Zeitzeugen und Weggefährten vertiefen unterschiedliche Inhalte und beleuchten Stationen der Mohnschen Vita.

Auch über die Aufgaben der Bertelsmann Stiftung lassen sich vielfältige, multimediale Eindrücke gewinnen.

Agentur: Elephant Seven
Text und Konzeption: Dr. Gerald Fricke
Online: Juni 2001 bis Juni 2006

Weitere Screenshots hier


19. Juni 2006

Drehbuch für Internet-Anwendungen

Wenn das Konzept beschlossene Sache ist, geht es in die Umsetzung. Als Grundlage für Layout und Programmierung dient das Drehbuch. Was passiert inhaltlich auf jeder Seite, was wird zusätzlich angeboten (PDFs, Soundfiles, Flash etc.), welchen Stellenwert hat diese Seite, bezogen auf die gesamte Anwendung?

Wenn das Drehbuch mit dem Kunden abgestimmt ist – und freigegeben! – beginnen Sie mit der Produktion der Seiten.

Referat: Kundenmagazine

Definition:

• Leseerlebnis, Unterhaltung, Kundenbindung
• Unternehmens- und zielgruppennahe Information
• Vermittlung von Vertrauen und Glaubwürdigkeit
• Instrument der Öffentlichkeitsarbeit
• Kontaktpflege, Image- und Verkaufsförderung, Marketing

Funktionen:

• Teil der Öffentlichkeitsarbeit
• Bindung des Kunden an Betrieb und Produkte
• Imagebildung, Produktinformation

Referat: Mitarbeiterzeitung

Definition:

• Gedrucktes Kommunikationsmedium, kostenlose Verteilung
• Zweckorientiert, dient innerbetrieblichen Beziehungen
• Informationen für alle Mitarbeiter in einem Unternehmen
• Mitarbeitermotivation
• Positives Unternehmensbild
• Kostenlos, keine betriebliche Einnahmequelle
• Vielfältige Formen und Varianten
• Erscheint quartalmäßig / monatlich
• „Informierend – unterhaltend – organisierend“

Funktionen:


• Kommunikative Ziele: Unterrichtung, Information, Motivation, Partnerschaft, Beziehungspflege und Selbstpräsentation
• Strategisches und kommunikatives Medium: Integration, Zusammengehörigkeit, wirtschaftliche Ziele, positive Selbstdarstellung

Kommunikationsziele:

„Wer informiert ist, kann mitdenken“
„Wer mitdenkt, entwickelt Verantwortung“
„Wer mitverantwortlich ist, bemüht sich um Erfolg“

Literatur:
Bischl, Katrin, 2000: Die Mitarbeiterzeitung, Wiesbaden

"Die Partei": Links

  • Alles über die PARTEI finden Sie hier
  • Hier geht es zur Titanic
  • Meine Abhandlung über den Bundesvorsitzenden Martin Sonneborn, die vorgezogene letzte Bundestagswahl und die PARTEI (aus: Rolling Stone, September 2005) gibts hier als PDF.

13. Juni 2006

Crossmedia: Das Beispiel HLX

• Basismedien: Print, Anzeigen in Tageszeitungen
• Außenwerbung: Plakat, City Light Poster, auf Verkehrsmitteln, am Flughafen
• Flankierend: Funkspots, "Below the line"

Checkliste: Texten fürs Web

• Das Wichtigste zuerst
• Ankerpunkte oder "Cliffhanger" setzen
• Kein "Happy Talk" ("Herzlich willkommen auf unserer Homepage")
• Keine Prospektprosa, sondern internetgerecht formulieren
• Hypertext: Assoziationsketten nutzen, sinnvolle Verlinkungen setzen
• Zielgruppenansprache, evtl. durch verschiedene Bereiche
• Kein Pathos, keine Floskeln, Phrasen oder Platitüden ("unsere Philosophie", "aktuelle News" etc.)
• Einmal angeödet, ist der User für immer verloren
• "Glaubwürdige" Reflexion und Kritik zulassen, keine bloße Affirmation
• Auf das Sprachgefühl vertrauen: korrekt, verständlich und "lesenswert" schreiben

"Kreativitätskiller"

- Lösungsorientiert vorgehen, nicht problemorientiert
- Sprunghaftigkeit: zu viele Ideen sind kontraproduktiv
- Keinen Zeitdruck aufbauen
- Brainstorming absetzen von der Alltagsroutine, nicht unterbrechen
- Und: ein gewisser Enthusiasmus gehört dazu

Checkpunkte: Bewertung der Idee

• Leuchtet die Sache ein?
• Passt die Idee wirklich zu Ihnen?
• Nicht zu übervorsichtig, nicht überkritisch vorgehen, aber auch nicht selbstzufrieden zurücklehnen
• Unter welchen Voraussetzungen ist die Idee realisierbar?
• Nutzen, Kosten, Konsequenzen?
• Vergleich zur Konkurrenz?
• Wie lassen sich die Schwächen minimieren?
• (...)

Brainstorming: Stichworte

• Gute Kreativitätstechnik
• Viele Ideen in kurzer Zeit
• Konstellation: maximal 12 Teilnehmer, 1 Moderator
• Teamzusammenstellung möglichst heterogen
• Dauer: 20 bis 30 Minuten
• Regeln: Kritik ist untersagt, alle Vorschläge willkommen
• Bewertung: Am nächsten Tag! Eine Idee wird ausgewählt

12. Juni 2006

Case-Study: Rossini-Website

RELAUNCH DRG-WEBSITE (Mai 2004)

AUFGABE
Die alte Website der DRG bietet eine sehr anspruchsvolle, aber unübersichtliche Fülle an Material.
Wir wollen mit der neuen Seite gut informieren, die Gesellschaft vorstellen und einen ansprechenden, redaktionellen Anlaufpunkt im Netz für alle Rossini-Freunde schaffen.

IDEE
Wir spielen Rossini nicht im Lexikon oder Poesiealbum, sondern auf offener Bühne.
Wir möchten den begeisternden Furor seiner Musik abbilden!

UMSETZUNG
* Klare Struktur: Alle Inhalte auf einen Blick; vier Bereiche und Leitfarben
* Übersichtliche Navigation: Mit zwei Klicks zu jeder Unterseite und zurück
* Transparenter Look, ohne versteckte Inhalte; Besucher behält die Kontrolle
* Stimmungsvolle Bildcollagen; leichte und offene Optik; schnörkelloser Ton
* Rossini-Zitate; Rossini-Neuheiten auf einen Blick; Material als PDF zum Ausdrucken

TEAM
Reto Müller, Geschäftsführender Vorsitzender DRG
Konzeption/Text: Dr. Gerald Fricke
Webdesign: Michael Vogt

Treatment: Beispiel Rossini-Website

Wir spielen Rossini nicht im Lexikon oder Poesiealbum, sondern auf offener Bühne.
Wir möchten den begeisternden Furor seiner Musik abbilden!

Das bedeutet: Wir strukturieren die Inhalte neu und räumen auf. Wir entwerfen ein „modernes“ Layout und eine übersichtliche Navigation.
Wir erzählen von Rossini und seiner Musik, stellen die Gesellschaft vor und laden in das Feuilleton ein.